Der Steinbruch Bröckerweg wird als ca. 2 ha große stadteigene Fläche seit 1956 durch den NABU Osnabrück, ursprünglich primär als Vogelschutzgehölz (26 Brutvogelarten), gepflegt und entwickelt. Das Gelände ist ein aufgelassener Steinbruch mit sehr bewegtem Relief, wie zahlreichen Böschungen, Steilkanten und Mulden.

Im Zweiten Weltkrieg diente er als Flugabwehrstellung und als Lazarett für an Tuberkulose Erkrankte. Der Steinbruch Bröckerweg, auch Kommenderie-Steinbruch genannt, liegt zusammen mit dem nördlich gelegenen Steinbruch Ziegenbrink (Wetterwarte) mittlerweile isoliert zwischen Mehrfamilienhäusern, Kleingartenkolonien und Gewerbeflächen.
Durch die Kalk-Trockenrasen und die Mittelklee-Odermenning-Säume kommt der Steinbruch Bröckerweg auf ein Vorkommen von insgesamt 117 Gefäßpflanzenarten. Bezogen auf 2 ha ist dies für Innenstadtbereiche beachtlich und selbst in der offenen Feldflur der Umgebung nicht selbstverständlich. Dieser artenreiche Lebensraum mit seinen vielen, selten gewordenen Pflanzen und Tieren ist also stark bedroht. Zu ihrer Erhaltung sind Pflegemaßnahmen bzw. die Wiederaufnahme einer extensiven Nutzung notwendig.
Aktuell findet eine jährliche Mahd der Kalk-Trockenrasen mit Entfernung des organischen Materials statt (ca. Ende Juli). In etwa zwei- bis dreijährigem Rhythmus findet zudem eine ebenerdige Entfernung des umgebenden Gehölzaufwuchses (meist die typischen Pionierarten der Schluchtwälder: Esche und Bergahorn) zur Vermeidung von Schattenwurf und Nährstoffeintrag statt. Weiterhin führen wir regelmäßige Müll-Sammelaktionen durch, da aufgrund der unmittelbaren Siedlungsnähe Plastikmüll und durch die Kleingärten Rasen- und Heckenschnitt eingetragen werden.
Besonderheiten:
- Kalk-Trockenrasen…
- Mittelklee-Odermenning-Säume…
…führen zu einem Vorkommen von 117 Gefäßpflanzenarten und vielen seltenen Vogelarten