Unsere Nisthilfen

Wohnungsbauprogramm auch für Vögel nötig

Die vielfältigen Eingriffe des Menschen in die Natur und ein übertriebener Ordnungssinn sind die Ursachen dafür, dass Nistmöglichkeiten für Vögel, Insekten und Kleinsäuger verschwinden. Immer seltener finden sie Hohlräume in Bäumen, Fassaden und Totholz. Im modernen Wirtschaftswald, aber auch in Gärten und Parkanlagen sind höhlenreiche Alt- und Totholzbestände selten geworden. Mit einem Nistkasten kann kleinen Singvögeln wie Meise, Sperling, Rotschwanz und Co. ein passendes Quartier geschaffen werden.

Der NABU bietet jetzt gegen eine Spende ab 10 € verschiedene Nistkastenmodelle an, die sich sehr gut auch als Geschenk für den Naturfreund eignen.

Links im Bild eine Halbhöhle, z.B. für Bachstelze, Hausrotschwanz, Rotkehlchen und Zaunkönig (10 €). Rechts ein Meisenkasten (15 €).

Wer selbst einen Nistkasten bauen möchte, erhält beim NABU für 3,00 € eine entsprechende Bauplanbroschüre für Nisthilfen und Wohnhöhlen. Diese enthält allgemeine Tipps zur Wahl des Baumateriales und des Werkzeugs, erklärt was beim Aufhängen zu beachten ist und zeigt Möglichkeiten der Brutplatzsicherung gegen Marder und Katzen. Den Hauptteil machen die genauen Konstruktionsanleitungen für die verschiedenen Nisthilfen aus.

Eine Bestellung der Nistkästen und der Broschüre ist im Naturschutzzentrum unter Telefon 0541/50 79 84 55 möglich.

Was beim Anbringen zu beachten ist

  • Der Nistkasten sollte in zwei bis drei Metern Höhe angebracht werden. Bei halboffenen Nisthilfen bedarf es eines besonderen Schutzes bei der Standortwahl.
  • Der ideale Standort ist wind-, regen- und sonnengeschützt.
  • Die Vorderseite der Nisthilfe sollte nach Osten oder Südosten ausgerichtet sein, die Ausrichtung nach Süden und zur Wetterseite eignet sich nicht.
  • Verwenden Sie, um eine Schädigung des Baumes zu verhindern, rostfreie Aluminiumnägel oder Drahtbügel.
  • Bei Nisthilfen gleicher Bauart gilt es einen Abstand von 10 Metern zueinander einzuhalten. Ausnahmen bilden Koloniebrüter wie Haussperlinge, Stare, Mauersegler und Schwalben.

Was bei der Reinigung zu beachten ist

  • Die ideale Zeit zur Nistkastenreinigung ist der Spätsommer.
  • Es genügt das alte Nest zu entfernen und den Nistkasten gründlich auszufegen, stärkere Verschmutzungen können gegebenfalls mit Wasser entfernt werden. Auf chemische Reinigungsmittel sollte verzichtet werden.

Tipps

  • Zum Schutz vor Witterung können Leinöl oder umweltfreundliche Farben genutzt werden, herkömmliches Holzschutzmittel ist nicht geeignet.
  • Nisthilfen dienen vielen Tieren im Winter als Schlaf- und Überwinterungsmöglichkeit, daher sollten sie bereits im Herbst aufgehangen werden.